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Die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Hanf

Ist Hanf nicht nur eine Droge?
Es gibt über 600 verschiedene Hanfsorten. Man unterscheidet zwischen Nutzhanf (Cannabis sativa) und Drogenhanf (Cannabis indica)

Welche Teile der Pflanze sind essbar?
Die Samen (botanisch: einsamige Nüsschen). Hanf ist eine Ölfrucht und gehört auch zu den nachwachsenden Rohstoffen. Die Blätter können z. B. als Tee getrunken werden.

Machen Hanfsamen high? Macht Hanf-Tee high?
Die Hanfsamen an sich enthalten nicht die psychoaktive Substanz der Hanfpflanze (Delta 9 THC), diese befindet sich in den Blüten und in geringen Mengen auch in den Blättern. Die Nutzhanfsorten, die für Lebensmittel verwendet werden, enthalten grundsätzlich einen sehr geringen Anteil von THC. Bei der Ernte können von den Hüllblättern der Samen Spuren der Substanz an den Samen hängen bleiben, die jedoch so gering sind, daß eine psychoaktive Wirkung ausgeschlossen ist, auch bei größeren Verzehrmengen. Vom Hanftee müßten schon mindestens 30 Liter auf einen Schlag getrunken werden, um eventuell eine Rauschwirkung zu erzeugen.

Warum soll ich Hanf essen?
Hanfsamen enthalten etwa 30% hochwertiges Öl und sind eine wichtige Quelle für Proteine und essenzielle Fettsäuren (75%). Das hochwertige Öl der Hanfsamen hat ein Verhältnis von Omega6 zu Omega3-Fettsäuren von 3:1, welches von der Ernährungswissenschaft als optimal eingeschätzt wird und einzigartig unter den Pflanzenölen ist. Außerdem enthält Hanfsamen die seltene Gamma-Linolensäure.

Ist Hanf für Allergiker geeignet?
Hanf ist glutenfrei und somit die ideale Ergänzung für Zöliakie-Kranke. Wegen der enthaltenen Gamma-Linolensäure wirkt sich der Hanfsamen oft positiv bei Hauterkrankungen oder Neurodermitis aus.

Wie verwende ich geschälte Hanfsamen, ganze Hanfsamen und Hanföl?
Geschälte Hanfsamen sind zart und nussig. Sie können roh gegessen werden, als Zutat zu den verschiedensten Speisen wie z. B. Müsli, in Brot, in Back- oder Teigwaren, über Salate gestreut oder Süssspeisen, Eis, Kuchen u.ä. Vorsichtiges Anrösten intensiviert das Nussaroma.
Hinweis: Nie über 180°C erhitzen! Geöffnete Dose im Kühlschrank aufbewahren!
Hanfsamen ganz können z. B. frisch vermahlen werden (ein kurzes Einfrieren vor dem Vermahlen verhindert, daß das austretende Öl die Mühle verklebt) und zu Backwaren, Brotteigen u.ä. zugesetzt werden. Geröstet in der Pfanne entsteht eine leckere Knabberei. Es können auch frische Sprößlinge gezogen werden (dies ist aber nicht ganz einfach und erfordert ein häufiges gründliches Waschen).
Hanfmehl kann in allen Back- und Teigwaren zugesetzt werden. Man ersetzt etwa 8- 12% des herkömmlichen Mehles. Allein kann Hanfmehl nicht verwendet werden, daß es kein Klebeeiweiß besitzt und die Backstücke auseinanderfallen würden.
Hanföl gibt z. B. Soßen und Dips eine delikate nussige Note und kann ebenso in Marinaden oder Suppen verwendet werden. Zum Braten ist Hanföl wegen der vielen ungesättigten Fettsäuren nicht geeignet.
Hinweis: Nie über 180°C erhitzen! Geöffnete Flasche im Kühlschrank aufbewahren!

Wo wird Hanf angebaut?
In fast allen Teilen der Erde wächst Hanf. Er ist u.a. Lieferant für Papier, Textilien, Chemie, Bau- und Autoindustrie.

Darf ich Hanf im Garten anbauen?
Nein. Hanf unterliegt weiterhin dem Betäubungsmittelgesetz. Um Mißbrauch zu verhindern, darf auch der Nutzhanf in Deutschland nicht privat angebaut werden. Nutzhanf darf in Deutschland nur von Landwirten mit einer speziellen Genehmigung angebaut werden. Insgesamt ist der kommerzielle Hanfanbau in Europa seit 1996 wieder erlaubt.